Prinzip des Cochlea Implantats Das Cochlea Implantat ist dazu bestimmt, Menschen, die an hochgradiger Innenohrschwerhörigkeit oder Taubheit auf beiden Ohren leiden, das Hören zu ermöglichen. Wenn innerhalb der Hörschnecke nur unzureichend oder keine funktionstüchtigen Hörnervenzellen vorhanden sind, können eine Reihe von Elektroden den funktionstüchtigen Hörnerven elektrisch stimulieren und Höreindrücke hervorrufen. Das Cochlea Implantat besteht aus einem äußeren Teil, dem Prozessor und einem implantierten Teil, dem Implantat oder Empfänger. Der Prozessor ist als Hinter-dem-Ohr (HdO) Gerät oder als Mikro-HdO verfügbar. Die Wahl wird folgendermaßen getroffen:

  • Erwachsene und Kinder: Digi SP
  • Kleinkinder unter 3 Jahre: Digi SP'K.
A Schall wird vom Mikrofon des HdO Prozessors aufgenommen und in digitale Signale umgewandelt.

B Die elektrischen Pulsmuster werden mit Hilfe der Sendespule über die Haut auf das Implantat übertragen. Die Sendespule wird direkt über dem Implantat magnetisch gehalten.

C Das Implantat wird operativ unter die Haut hinter dem Ohr platziert. Es empfängt die Signale des HdO Prozessors, entschlüsselt diese und leitet die elektrischen Impulse an die 20 Elektroden, die in der Hörschnecke platziert werden, weiter. Jeder einzelnen Elektrode ist ein definiertes Frequenzband zugeordnet.

D
Die intakten Hörnervenfasern werden von den Elektroden direkt gereizt. Das Gehirn interpretiert dies als akustisches Signal.