Cochlea Implantat-Versorgungen werden vor allem in großen Universitätskliniken und spezialisierten HNO-Kliniken durchgeführt.

Ein multidisziplinäres Team ist erforderlich, um die Voruntersuchung durchzuführen, die dann eine Empfehlung für eine Implantation aussprechen können. Normalerweise umfasst dieses Team einen HNO-Chirurgen, einen Audiologen und einen Sprachtherapeuten.

Die Voruntersuchungen beinhalten:

  • Audiometrische Bewertung: Der Audiologe testet das Hörvermögen mit und ohne Hörgerät, um den Grad der Taubheit zu beurteilen. Der Patient führt des weiteren Wahrnehmungs-Hörtests und im speziellen solche für Sprache durch.

  • Medizinische Untersuchung: Neben der HNO-ärztlichen Untersuchung ist es notwendig, eine Röntgenaufnahme in Form einer Computertomografie (CT) und ggf. einer Magnetresonanztomografie (MRT) durchzuführen, um festzustellen, ob ein chirurgischer Eingriff durchführbar ist.

  • Elektrophysiologischer Test: Es ist wichtig sicher zu stellen, dass der Hörnerv, welcher die Informationen an das Gehirn weiter leitet, unversehrt ist.

  • Sprachtherapeutische Bewertung: Der Sprachtherapeut schätzt die Fähigkeiten des Patienten in Kommunikation und seiner Begabung für das Lippenlesen ein.
    Des Weiteren schätzt er den Grad der Entwicklung bei Kindern ein.

  • Psychologische Tests: Der Psychologe ermittelt die Motivation des Patienten, die Unterstützung seitens seiner Familie, seinen Willen die Rehabilitation durchzuführen und die Erwartungshaltung hinsichtlich realistischer Resultate. 

Wenn alle diese Überprüfungen beendet sind, trifft sich das medizinische Team um zu entscheiden, ob der Patient voraussichtlich vom Cochlea Implantat profitieren wird. Die endgültige Entscheidung wird gemeinsam mit den Eltern oder der Familie gefällt.